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Der Aldi Cognac – ein Selbstversuch

Eigentlich wollte ich diesen Post mit “Wir sind uns ja für fast nichts zu schade.” beginnen. Das wäre dann allerdings doch etwas zu dick aufgetragen. Wir sind ja nicht zum Bungee-Sprung aufgebrochen.

Bei einem kurzen Abstecher in den Aldi um die Ecke, fiel uns vor ein paar Wochen auf, dass dort ein Cognac im Regal steht, da wir genau da noch nicht danach geschaut hatten, waren wir ein bisschen überrascht. Für ganze 12€ wanderte dann eine Flasche in den Einkaufswagen und fand somit seinen Weg in die heimische Testumgebung.

Die äußere Erscheinung

Die Flasche an sich ist nichts Besonderes, das Etikett eher sparsam beschriftet und vom Design her doch sehr konservativ angelegt. Vielmehr kann man hier auch nicht sagen.

Der Aldi Cognac – ein Rola Produkt

Interessant wird es allerdings, wenn man sich den Hersteller des heißen Produkts mal anschaut.

Abgefüllt wird der Aldi Cognac nämlich von der Rola GmbH in Rottenburg an der Laaber. Ein mittelständisches Unternehmen, das diverse Spirituosen für Discounter und Großverkäufer produziert und dabei auf ein beeindruckendes Produktportfolio verweisen kann.

Die Wurzeln des Familienunternehmens sind in Schlesien zu finden. Rola wurde von der Familie Czerwionka nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und füllt heute 50 Mio. Flaschen im Jahr ab. Der Name Rola leitet sich vom Ort der Gründung Rottenburg an der Laaber ab.

Das Portfolio geht dabei von eben jenem Aldi Cognac über Weinbrand, Gin, Bitter, Korn, Liköre, Mischgetränke, Wodka, Whisky, Aquavit und noch mehr…die Liste ist echt beeindruckend lang und in so ziemlich jedem Discounter könnten Rola Produkte zu finden sein.

Rola ist im Falle des Cognacs allerdings und das ist so auch auf dem Etikett verzeichnet, nur Abfüller. Da die Spirituose, um sich Cognac nennen zu dürfen, ja die Anforderungen an den Namen erfüllen muss. Das heißt, der Cognac an sich muss aus Frankreich und der Region Cognac stammen. Der Aldi Cognac ist auf der Webseite von Rola so nicht zu finden, ein mit anderem Etikett versehener Cognac in gleicher Flasche allerdings schon. Und hier ist zu lesen, dass der Cognac mindestens 24 Monate in Limousineichenfässern lagert. Ich spekuliere (!) jetzt mal und gehe davon aus, dass hier Massen- oder Überproduktionen aufgekauft werden, die es in die Markenabfüllung nie schaffen würde.

 

Der Cognac – im Tasting

Aber kommen wir zum noch spannenderen Teil des Erlebnisses.

Denn es nützt uns die ganze Optik und Geschichte nur, wenn wir auch testen, wie der Aldi Cognac denn nun schmeckt.

Und damit man uns nicht nachsagen kann, wir testen nur die teuren Karaffen … ran an den Korken und auf die Flasche… und da geht’s los. Hat man den Flaschenhals von seinem Plastikhäubchen befreit, wird einem ein recht heller Korken offenbar. Entfernt man diesen aus der Flasche, dann fällt auf, dass der Korken sehr lose sitzt. Dazu ist der Pfropf aus weißem Kunststoff und der riecht nicht sonderlich gut.

Aber gut, wir gießen also zwei Schlückchen in unsere Tastinggläser und begeben uns in den Tastingmodus…

 

Cognac von Aldi – was bekommt man?

In der Nase

Zuerst die Nase… huch… nun ja… sagen wir mal so…. das Zeug hat Bums… und zwar der spritigen Art. Das ist schon ein bisschen scharf im Riechorgan. Sicherlich ist da auch das typische Cognacaroma in der Nase. Aber halt eher, und das ist schade, sekundär wahrnehmbar, weil das spritige mächtig dominiert… Lässt man den Alkohol etwas verfliegen und riecht nochmal vorsichtig dann ist da schon ein bisschen Eiche und Karamell in der Nase und etwas, was uns am Gaumen nochmal stärker begegnen wird.

Schlückchen für Schlückchen

Am Gaumen nämlich kommt eine recht auffällige Amaretto oder Mandelnote durch. Das wird wohl am Farbstoff liegen, der eindeutig zum Einsatz gekommen sein wird. Die dunkle Farbe mit Tendenz zu Kupfer schafft man nicht nur durch die recht kurze Lagerzeit im Fass, da muss nachgeholfen worden sein und das recht mutig. Am Gaumen ballert dann auch wieder der Alkohol so dominant im Vordergrund, dass man ein bisschen Geduld und Gewöhnung braucht um die recht sparsam vorhandenen Aromen überhaupt zu entdecken. Mit der Feinheit anderer teuerer Produkte kann hier nicht gedient werden. Hier knüppelt ein günstiger Cognac alles an den Gaumen, was er so hat. Vor allem seine 40 Vol. % Alkohol, ein bisschen Eiche, Karamell und eben Amaretto Noten … Vanille oder anderes …. nee…war für mich nicht zu finden.

Der Aldi Cognac – ein Fazit – Versuch

Wie soll man da jetzt ein Fazit ziehen. Auf alle Fälle wussten wir halbwegs, worauf wir uns einlassen würden. Dass ein günstiges Massenprodukt nur schwer mit den großen Namen des Cognacs mithalten kann, ist wohl klar.

Trotzdem war der Gesamteindruck besser als befürchtet. Was man bekommt, ist halt 12€ wert. Kein schlechtes Produkt, für dass wir auch außerhalb des Cognacglases eine Verwendung gefunden haben. Dazu aber demnächst mehr. Dann werdet Ihr von uns eine hoffentlich gute Verwendungsmöglichkeit für den Aldi Cognac erfahren. Seid schonmal gespannt.

Auf alle Fälle hatten wir mit dem Produkttest auf in dem Fall unseren Spaß. Auch wenn der ein bisschen anders war als sonst.

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Diesmal gibt es keinen Affiliatelink, wenn Ihr den Aldi Cognac selbst testen wollt, dann ab mit Euch zum Discounter und dann probieren.

Cognac - Grundlagen und Informationen

Wenn Ihr grundlegende Informationen zum Cognac sucht dann folgt einfach diesem Link zum unserem Info-Post rund um den Cognac.